Das Netzwerk Stadtteil und Schule besteht erfolgreich seit 1991. Gründungsanlässe des Netzwerkes waren die zu Beginn der 90er-Jahre an den Moislinger Schulen herrschende Gewalt, Vandalismus in den Schulen und im Stadtteil und ein wachsender Rechtsradikalismus.
Übergeordnetes Ziel und Leitmotiv des Netzwerkes ist es, die Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher durch zusätzliche Freizeit- und Sportangebote, schulische Förderung und Angebote zur Gesundheitsförderung zu erhöhen. Damit hat das Netzwerk schon lange vor dem Armuts- und Sozialbericht der Hansestadt Lübeck von 2005 auf die besonderen Stadtteilgegebenheiten Moislings reagiert. Der Bericht stellt für den Stadtteil Moisling fest, dass
„.. neben Hilfen zur Erziehung besonders für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien ergänzende Bildungs- und Qualifizierungsangebote angeboten werden müssen, da sie meist nur über niedrige oder gar keine Schulabschlüsse verfügen und deshalb nur geringe Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben. Benachteiligte Jugendliche laufen verstärkt Gefahr, durch kriminelle Delikte ihre Konsumbedürfnisse zu befriedigen.“
(Hansestadt Lübeck, Armuts- und Sozialbericht, S. 13, 2005)
Die PISA-Ergebnisse und die wissenschaftliche Untersuchung der Friedrich-Ebert-Stiftung (2003 – 2006) unterstützen dieses Ergebnis.
„Stadtteil und Schule“ ist das Netzwerk aller Schulen, Vereine, Verbände und Institutionen im Lübecker Stadtteil Moisling. Dieses Netzwerk hält Freizeitangebote aller Art vor. Es wird koordiniert vom Koordinationsbüro inmitten des Schulzentrums Brüder Grimm.
Durch die Vernetzung ist es möglich Angebote zu bündeln und in Form eines „Stundenplans“, zu sammeln und potenziellen Nutzern (vorrangig Kinder und Jugendliche) zur Verfügung zu stellen.
Die Interessenten erhalten damit einen umfassenden Überblick über alle Freizeitangebote im Stadtteil.
Dort, wo Lücken im Angebot sichtbar sind, werden durch „Stadtteil und Schule“ zusätzlich Kurse geschaffen (Hausaufgabenhilfe, Medien-AG, Computerkurse,...).
Die Berücksichtigung und Einbindung bereits vorhandener Angebote und die, damit verbundene Vermeidung konkurrierender Angebote, macht das Netzwerk effektiv und nachhaltig.











